Mein nubisches Märchen - 4 Tage Wind, Sand und Tempelzauber in Assuan

Tag 1: Ankunft auf Elephantine Island, traditioneller Henna-Abend & Pflanzentraum
Meine Reise begann auf Elephantine Island, einer grünen Oase mitten im Nil. Die Insel ist das Herz der nubischen Kultur in Assuan.
Das Dorfleben: Beim Spaziergang durch die engen Gassen faszinierten mich die bunt bemalten Lehmhäuser.
Der Botanische Garten: Ganz in der Nähe besichtigte ich den Botanischen Garten auf der Kitchener-Insel. Ein absolut traumhafter und super schöner Ort! Die Insel ist ein grünes Paradies mitten im Fluss, voll mit riesigen Palmen, seltenen exotischen Pflanzen und bunten Blumen aus aller Welt. Es war herrlich, durch die schattigen Alleen zu spazieren, den Vögeln zuzuhören und einfach die Seele baumeln zu lassen.
Der echte nubische Henna-Abend: Als die Sonne unterging, durfte ich eine ganz besondere Tradition miterleben – eine traditionelle Feier, wie sie vor einer Hochzeit stattfindet. Die Stimmung war einfach toll! Wie es der Brauch verlangt, feierten Männer und Frauen getrennt voneinander, aber ganz in der Nähe. Alle Gäste ließen sich wunderschön mit Henna bemalen. Begleitet wurde das Ganze von mitreißenden, traditionellen nubischen Trommeln und Gesängen. Die Rhythmen gingen sofort ins Blut, man tanzte bis in den Morgen und machte diesen Abend unvergesslich.800

Tag 2 & 3: Das große Felucca-Abenteuer, Kom Ombo & Rückkehr mit Jamaica-Vibe
Die nächsten beiden Tage gehörten ganz dem Nil. Ich ging an Bord einer traditionellen Felucca – einem einmastigen Segelboot, das sich nur durch die Kraft des Windes bewegt.
Das Leben auf dem Fluss: Vier Tage lang glitten wir lautlos über das Wasser. Auf dem Segelschiff wurden wir selbst aktiv: Wir lernten, wie man richtig segelt, und kochten alle gemeinsam an Bord! Wir schliefen unter freiem Himmel, beobachteten die Tierwelt am Ufer und genossen die absolute Stille.
Der Tempel von Kom Ombo & Farm-Besuch: Unser Segeltörn brachte uns zum einzigartigen Doppeltempel von Kom Ombo, der direkt am Flussufer liegt. Er ist zwei Göttern geweiht: dem Krokodilgott Sobek und dem falkenköpfigen Haroeris. Nahe des Tempels besuchten wir eine lokale Kamelfarm und erlebten die riesige Gastfreundschaft der Bauern die uns erfrischenden Zuckerrohr Shake servierten.
Rückkehr über den Salato Mango Garden: Auf dem Rückweg steuerten wir diesen absolut tollen, schattigen Ort an. Es ist ein wunderschön dekoriertes Guesthouse direkt am Nilufer mit einer eigenen Farm. Die Eigentümer bauen hier ihre Kräuter, Obst und Gemüse komplett selbst an – überall stehen Bananen-, Mango- und Papayabäume! Wegen der vielen Bob-Marley-Flaggen, dem singenden Bob Marley über die Lautsprecher und der entspannten Stimmung könnte man glatt denken, man sei auf Jamaica. Hier gab es super kühle Drinks und pure Erholung im Schatten.

Tag 4: Heilung im heißen Wüstensand, bunte Märkte & Grill-Finale
Der letzte Tag stand ganz im Zeichen der Regeneration, der Sinne und eines gemütlichen Abschieds.
Das traditionelle Sandbad: Am Westufer des Nils wartete ein ganz besonderes Erlebnis auf mich: das Sandbaden (nubische Sandheilung). Man wird bis zum Hals im heißen Wüstensand vergraben. Die intensive, trockene Wärme wirkt wie eine Tiefenkur für Muskeln und Gelenke und reinigt den Körper – eine schweißtreibende, aber unglaublich befreiende Erfahrung!
Die bunten Märkte: Frisch gestärkt ging es zurück nach Assuan auf den quirligen Souk (Markt). Der Duft von Kreuzkümmel, Safran und Sandelholz lag in der Luft. Ich schlenderte an Bergen von bunten Gewürzen, handgewebten Körben und frischem Henna-Pulver vorbei.
Das große Finale: Am Ende dieses fantastischen Abenteuers haben wir alle zusammen noch super lecker gegrillt. Ein perfekter, gemütlicher Abschluss für eine unvergessliche Reise!
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Mein Fazit
Diese Reise war kein normaler Urlaub, sondern eine Reise für die Seele. Das herzliche Willkommen der Nubier, das Trommeln beim traditionellen Henna-Abend, das gemeinsame Segeln auf der Felucca, der entspannte Bob Marley-Vibe und das warme Gefühl des Wüstensandes haben diese Tage perfekt gemacht. Wer das echte, unverfälschte Ägypten sucht, findet es genau hier.
Sabrina Niedermeier

